Endoskopische Tränensackchirurgie

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Endoskopische Tränendrüsenblasen-Chirurgie (DCR)

Die endoskopische Tränensackchirurgie ist ein minimal-invasiver chirurgischer Eingriff zur Öffnung verstopfter Tränenkanäle und zur Wiederherstellung des Tränenabflusses. Tränen halten die Oberfläche des Auges feucht und sauber. Normalerweise fließen die Tränen durch die Tränenkanäle im inneren Augenwinkel in die Nasenhöhle ab. Wenn diese Kanäle jedoch verstopft sind, sammeln sich die Tränen im Auge und das Problem des ständigen Tränenflusses (Epiphora) tritt auf. Die endoskopische Tränensackchirurgie ist eine der effektivsten und modernsten Behandlungsmethoden zur Beseitigung dieser Verstopfung.

Was ist eine Obstruktion der Tränenkanäle und warum tritt sie auf?

Eine Obstruktion des Tränenkanals bezieht sich auf Erkrankungen, die den Abfluss der Tränen in die Nasenhöhle verhindern. Diese Obstruktion ist gekennzeichnet durch anhaltend tränende Augen, Schwellungen im Bereich des Tränensacks und wiederkehrende Infektionen. Die Hauptursachen für eine Obstruktion sind:

  • Angeborene Anomalien: Manche Menschen haben angeborene verschlossene Tränenkanäle.
  • Infektionen: Chronische Tränensackinfektionen (Dacryocystitis) können zu einer Verstopfung der Tränenkanäle führen.
  • Traumata Stöße oder Unfälle in der Nasen- und Augengegend können die Tränenkanäle beschädigen.
  • Nasennebenhöhlenentzündung und Nasenverstopfung: Nasennebenhöhlenentzündungen und Nasenverstopfung können den Tränenkanal beeinträchtigen und den Abfluss verhindern.
  • Alterung Mit zunehmendem Alter können sich die Tränenkanäle verengen und ihre Funktion verlieren.

Symptome einer Tränenwegsobstruktion

Eine Obstruktion des Tränenkanals ist in der Regel durch ständiges Tränen und Unbehagen im Auge gekennzeichnet. Häufige Symptome dieser Erkrankung sind:

  • Ständiges Tränken des Auges: Übermäßiges Tränen des Auges, besonders bei kaltem Wetter oder unter dem Einfluss von Wind.
  • Rötung und Schwellung um die Augen: Im Bereich des Tränensacks können Schwellungen, Rötungen und Empfindlichkeit auftreten.
  • Ausfluss aus den Augen: Ein gelblicher oder weißer Ausfluss kann aufgrund einer Verstopfung im Auge auftreten.
  • Tränensack-Infektion: Eine Infektion des Tränensacks kann häufig auftreten und sich durch Schmerzen und Schwellungen bemerkbar machen.

Was ist die endoskopische Tränensackchirurgie (DCR)?

Die endoskopische Tränensackchirurgie (endoskopische Dacryocystorhinostomie, kurz DCR) ist ein chirurgischer Eingriff, der durch die Nase durchgeführt wird, um den Tränenkanal zu entstauen. Im Gegensatz zu herkömmlichen chirurgischen Methoden werden bei der endoskopischen DCR die Tränenkanäle durch die Nasenhöhle geöffnet, ohne dass ein Einschnitt im Gesicht oder in der Haut erforderlich ist. Diese Methode bietet weniger Schmerzen und einen schnelleren Heilungsprozess, da sie minimalinvasiv ist.

Präoperative Vorbereitung

Vor der endoskopischen DCR-Operation werden die Beschwerden des Patienten und der Zustand des Tränenkanals eingehend untersucht. Was bei diesem Prozess getan werden muss:

  • Augen- und Nasenuntersuchung: Der Zustand der Tränenkanäle, der Ort und die Ursache der Obstruktion werden durch eine detaillierte Untersuchung festgestellt. Auch die intranasalen Strukturen werden durch eine endoskopische Untersuchung beurteilt.
  • Tränenkanaltests: Um die Durchlässigkeit der Tränenkanäle zu beurteilen, werden Tests durchgeführt, bei denen dem Tränenkanal Flüssigkeit zugeführt wird.
  • Bildgebung: Eine Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) kann durchgeführt werden, um die Struktur des Tränensacks und der Tränenkanäle zu untersuchen.
  • Einnahme von Medikamenten: Die Einnahme von Blutverdünnern sollte vor der Operation ausgesetzt werden. Darüber hinaus kann die Einnahme von Antibiotika vor der Operation empfohlen werden, um das Infektionsrisiko zu verringern.

Wie wird die endoskopische DCR-Operation durchgeführt?

Die endoskopische DCR-Operation wird unter Vollnarkose oder lokaler Anästhesie durchgeführt und dauert etwa 30-60 Minuten. Während des Eingriffs wird ein dünnes Endoskop in die Nase eingeführt und eine Kamera verwendet, um den Tränensack zu erreichen. Die wichtigsten Schritte der Operation sind wie folgt:

  1. Platzieren des Endoskops: Das in die Nase eingeführte Endoskop ermöglicht es dem Chirurgen, den blockierten Teil des Tränenkanals deutlich zu sehen.
  2. Öffnen des Kanals: Der verstopfte Tränenkanal wird geweitet, indem eine kleine Fensteröffnung in die Nasenhöhle geschaffen wird. Bei diesem Verfahren können Laser oder chirurgische Instrumente eingesetzt werden.
  3. Einsetzen eines Stents: Ein dünner Silikonschlauch (Stent) wird in den Kanal eingeführt, um die Tränenkanäle offen zu halten. Dieser Stent unterstützt die Kanäle, damit sie während des Heilungsprozesses offen bleiben.
  4. Beendigung des Eingriffs: Nachdem die Öffnung des Kanals abgeschlossen ist, wird das Endoskop entfernt und der Eingriff beendet. Die Silikonschläuche werden vom Arzt nach ein paar Wochen oder Monaten entfernt.

Postoperativer Genesungsprozess

Die Erholungsphase nach einer endoskopischen DCR-Operation ist in der Regel angenehm, und die Patienten können schon nach kurzer Zeit wieder ihrem Alltag nachgehen. Zu berücksichtigende Punkte:

  • Schwellung und Unbehagen: Nach der Operation kann es zu leichten Schwellungen, Unwohlsein und Verstopfung der Nase kommen. Diese Auswirkungen gehen innerhalb weniger Tage zurück.
  • Nasenreinigung: In der postoperativen Phase sollten Sie darauf achten, die Nase zu reinigen. Sie können die vom Arzt empfohlenen Nasenspülungen verwenden.
  • Verwendung von Medikamenten: Antibiotika und entzündungshemmende Medikamente können eingesetzt werden, um Infektionen während des Heilungsprozesses zu verhindern.
  • Stent-Pflege: Der in den Kanal eingesetzte Silikonstent sollte an seinem Platz bleiben. Die Stents werden vom Arzt entfernt, wenn der Heilungsprozess abgeschlossen ist.

Risiken und Nebenwirkungen

Obwohl die endoskopische DCR-Operation ein minimal-invasiver Eingriff ist, kann sie einige Risiken und Nebenwirkungen mit sich bringen:

  • Infektion: Nach der Operation besteht das Risiko einer Infektion, daher sollten die Pflegeanweisungen des Arztes befolgt werden.
  • Blutungen Nasenbluten kann in seltenen Fällen vorkommen.
  • Wiederkehrende Verstopfung: In seltenen Fällen kann der Tränenkanal nach einer Operation erneut verstopft sein.